Mitarbeiterincentivierung

Mitarbeiterincentivierung

Mitarbeiterincentivierung mit Restricted Stocks

Für die Mitarbeiterincentivierung haben sich in Anlehnung an den Employee Stock Ownership Plan (ESOP)-Gedanken eine Reihe von Instrumentarien etabliert wie Restricted Stocks, Stock Options und Phantom Stocks (vgl. §§ 192, 193 AktG).
Bei einer Incentivierung bzw. Mitarbeiterbeteiligung mit Restricted Stocks werden dem Mitarbeiter „echte“ Unternehmensanteile unter der Bedingung angedient, dass der Mitarbeiter für eine vertraglich festgelegte Mindestzeit von i.d.R. drei bis vier Jahre (so genannte Vesting Period) für das Unternehmen tätig ist. Beendet der Mitarbeiter sein Arbeitsverhältnis vorzeitig, so hat das Unternehmen eine Rückkaufoption über die zu diesem Zeitpunkt noch nicht gevesteten Unternehmensanteile und kann diese ohne Beteiligung am Wertzuwachs zurückverlangen. Zusätzlich zu der Vesting Period ist auch die so genannte Cliff Period von i.d.R. sechs bis zwölf Monaten zu beachten, die der arbeitsvertraglichen Probezeit nachempfunden ist. Nach Ablauf der Cliff Period wird ein bestimmter Anteil der dem Mitarbeiter zugeteilten Unternehmensanteile gevestet und damit unverfallbar.

Stock Options

Stock Options gewähren dem Mitarbeiter das Recht, Unternehmensanteile zu einem festgelegten Anteilswert (Strike Price) innerhalb einer bestimmten Frist zu erwerben. Charakteristisch für Stock Options ist, dass der Mitarbeiter den Wert des aus der Ausübung der Option resultierenden Unternehmensanteils selbst aufbringen muss. Die Zahlungsverpflichtung obliegt daher bei Stock Options allein beim Mitarbeiter. Steuerlich betrachtet findet bei Stock Options das Modell der Endbesteuerung Anwendung. Demnach hat der Mitarbeiter im Zeitpunkt der Ausübung der Option die Differenz zwischen dem von ihm zu entrichtenden Kaufpreis (= Strike Price) und dem im Zeitpunkt der Optionsausübung gegebenen Verkehrswert der erworbenen Unternehmensanteile zu versteuern.

Phantom Stocks

Phantom Stocks (virtuelle Unternehmensanteile) sind rein schuldrechtliche Instrumente, die dem Mitarbeiter keine Beteiligungsrechte gewähren, jedoch die gleichen wirtschaftlichen Ziele verfolgen wie Stock Options. Im Unterschied zu Stock Options obliegt die Zahlungsverpflichtung bei Phantom Stocks ausschließlich dem operativen Unternehmen, d.h. der Wert der Unternehmensanteile muss bei Phantom Stocks als Cash-Vergütung vom Unternehmen an den Mitarbeiter ausgezahlt werden. Hierzu wird ebenfalls ein Strike Price zum Zeitpunkt der Ausgabe der Phantom Stock vereinbart sowie eine Vesting Period bestimmt. Das Unternehmen muss wegen der latenten zukünftigen Zahlungsverpflichtung zudem Rückstellungen in der Handelsbilanz bilden. Steuerlich werden Phantom Shares genauso behandelt wie Stock Options.

 

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